K o m m e n d e H o r n e c k
I
Zuordnung
- Ballei: Franken
- Bistum: Bistum Worms
- Land:
II
Geschichte
Die
Kommende Horneck war eine Familienstiftung der
Herren von Horneck. Nach dem Tode seiner Frau, im Jahre 1250, trat
Konrad von
Horneck mit seinen beiden Söhnen in den Deutschen Orden ein.
Hierbei führte er
die Burg und die dazugehörige Herrschaft dem Besitz des Ordens
zu. Neben der
Pfarrei St. Georg gehörte auch der halbe Ort Gundelsheim dazu,
der 1374 von
Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben wurde. Spätestens seit 1371
gehörte die
Kommende zu den Kammergütern des Deutschmeisters, dessen
Residenz sie in der
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde. Nachdem es 1428 zur
Gründung einer
Gebetsbruderschaft an der Burgkapelle gekommen war und der Orden 1442
ein
Hospital in Gundelsheim begründet hatte, wurde der Komtur
1483/84 zum
Oberamtmann von Scheuerberg, dass man vom Erzbistum Mainz ertauscht
hatte. Dieses
wurde 1499, wie auch die Kommende Hornburg, mit dem Deutschmeistertum
vereinigt. Die Bauernaufstände führten im April 1525
zur Flucht des
Deutschmeisters nach Heidelberg und am 5.Mai 1525 zur Niederbrennung
der Burg.
Nachdem der Orden dann wieder Herr der Lage war, wurden die
aufständigen Bauern
zu einer Strafzahlung von 1.000 Gulden verurteilt. Der Wiederaufbau
dauerte von
1525 bis 1533. Bereits 1527 hatte der Deutschmeister, der nun
Administrator des
Hochmeistertums war, erneut Residenz in der Kommende genommen. Erst
1590
verlegte er sie nach Mergentheim. 1724 begann der Komtur mit einer
barocken
Umgestaltung der Kommende, die ab 1789 Sitz des Neckaroberamtes war.
Die
Kommende beherbergte 1410/11 einen Konvent von vier Ritter- und
fünf
Priesterbrüdern, so wie es auch 1451 noch war.
III
Komture
Konrad von Horneck (erw. 1258)
Werner von Horneck (erw. 1277)
Gerhard von Hirschberg (1282)
Georg von Rodenstein (1526-1535)
Wilhelm Halber von Hergern
(1535-1537)
Hans Joachim von Eyb (1643-1646?)
Heinrich Humprecht Truchseß von
Rheinfelden (1674/75)
Philipp Benedikt Forstmeister von
Gelnhausen (1682-1685)
Johann
Baptist von Roll zu Bernau (1724-1729)