K o m m e n d e   I b e r s h e i m



I     Zuordnung

II     Geschichte

1285 verpfändete Graf Heinrich von Leiningen Gericht und Salmfang in Ibersheim an die Kommende Koblenz. Der hiesige Hofgrund ist dann bereits für das Jahr 1299 als Kommende belegt, welche 1410/11 drei Ordensbrüder zählte. Blieb die Konventszahl auch konstant, so waren es 1420 drei Ritter- und 1451 drei Priesterbrüder. Da die durch Pfand erworbene Herrschaft ein Lehen der Pfalzgrafen war, so hatte die Kommende ihre Abgaben an den Sitz des Amtmanns auf der Burg Alzey zu entrichten. Das verhältnis scheint nicht ohne Spannungen gewesen zu sein, da sich der Komtur 1442 über den Amtmann beschwerte. Als das Pfand durch das Aussterben der Grafen von leiningen 1467 endgültig an den Pfalzgrafen fiel, rief man den Erzbischof von Trier als Schiedrichter an. Dieser erkannte die Herrschaft 1481 dem Pfalzgrafen zu, der dem Deutschen Orden jedoch mit einer Geldzahlung abfinden musste. Die Kommende, deren Wirtschaftsbetrieb 1448 135 Stück Größvieh umfasste war, laut Demel, bereits 1465 verkauft worden.