K o m m e n d e P r o z e l t e n
I Zuordnung
- Ballei: Franken
- Bistum: Erzbistum Mainz
- Land: Kurfürst-Erzbistum Mainz
II Geschichte
Die Kommende entstand zu Beginn des 14.
Jahrhunderts und ist eine Zusammenfassungen der Stiftungen der Elisabeth von
Hohenlohe und verschiedenen Besitzungen der Kommende Mergentheim. 1317 erwarb
die Stifterin Anteile an der Burg Prozelten für sich und den Deutschen Orden.
Diese rechte wurden später für 1.300 lb käuflich durch den Deutschen Orden
erworben, wobei es wohl nie zu einer ganzen Ausbezahlung der Kaufsumme kam und
die Stifterin dann auch auf den Rest verzichtete. 1319 kaufte der Landkomtur
auch die Dörfer Faulbach und Breitenbrunn, deren Verkäufer, Konrad von
Vaihingen, dem orden ebenfalls seine Anteile an der Burg Prozelten übertrug.
Bereits 1319 hatte Elisabeth von hohenlohe das von ihr in Neubrunn gestiftete
Hospital nach Prozelten verlegt und dem Deutschen Orden übergeben. Hierbei
hatte sich der Orden jedoch zum unterhalt zweier Priester am Hospital, wie auch
in Neubrunn, verpflichten müssen. Nachdem 1331 erstmals ein Komtur erwähnt
wird, verzichtete auf die Bitte der Stifterin 1329 auch Ludwig von Rieneck auf
seine rechte an der Burg Prozelten. Nachdem kurz nach 1336 die Kommende Neubrunn
mit der Kommende Prozelten vereinigt worden war, gehörten dem Kommendenkonvent
1410/11 acht Ritter- und zwei Priesterbrüder an.