K o m m e n d e R i x h e i m
I Zuordnung
- Ballei: Elsass-Burgund
- Bistum: Bistum Straßburg
- Land:
II Geschichte
Bereits im frühen 13. Jahrhundert kam der Dinghof
in den Besitz des Deutschen Ordens. Er gehörte zum Besitz der Kommende
Mühlhausen und war unweit von Rixheim gelegen. So erstand der Orden auch
verschiedene Güter in Rixheim. Nach der Reformation verlegte der Komtur von
Mühlhausen seinen Sitz nach Rixheim, wohin schließlich auch die Kommende selbst
verlegt wurde. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde nicht nur das Dorf
geplündert, sondern auch die Kommende, welche bereits vom Komtur verlasse
worden war, durch den Oberst von Diessenbach besetzt. Erst der Westfälische Friede
von 1648 brachte die Kommende wieder in den Besitz des Ordens. Über den
französischen König war sie bereits in das Eigentum des Lazarusordens gelangt,
so dass es schwer war, sie tatsächlich wieder in den Besitz zu bekommen. Erst
1699 konnte die Kommende wieder durch einen Komtur bezogen werden. Den
Überlegungen einer Verlegung der Kommende, deren Gebäude stark verwahrlost
waren, nach Fessenheim zu verlegen, wurde durch einen begonnen Neubau entgegen
gewirkt. Dieser wurde in den Balleikapiteln von 1729 und 1732 beschlossen und
durch Oberbaumeister Bagnato zwischen 1735 und 1745 umgesetzt. Der Neubau erhob
sich auf der Stelle des ehemaligen Dinghofes. Der kostspielige Bau stürzte die
Kommende in hohe Schulden.