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Damian Hungs

Griechisch-Katholische Kirche

in der Slowakei

 

 

 

Artikel: Die griechisch-katholische Kirche in der Slowakei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Griechisch-Katholische Kirche in der Slowakei

Gläubige:

ca. 220.000

Leitung:

Metropolit von Prešov, Sitz in Prešov (Slowakei)

Diözesen:

3 Bistümer in der Slowakei, 1 Bistum in Kanada

Ritus:

Byzantinisch

Sprache:

Kirchenslawisch, Slowakisch

Kalender:

Gregorianisch

 

- Geschichte -

Die Situation in der Slowakei ist dadurch geprägt, dass die Problematik einer Unionskirche erst nach 1918 entstand, als viele Gläubige der Uzhoroder Union plötzlich nicht mehr Bürger der Habsburgermonarchie, sondern auf verschiedene Staaten aufgeteilt waren.
Deshalb ging der tschechoslowakische Staat pragmatisch vor und unterstellte alle Unierten im Osten der Slowakei dem katholischen Erzbischof von Presov.

Erst 1937 kam es nach vielen Eingaben, unglücklichen Verhandlungen und gegenseitigen Verwundungen zur pastoralen Trennung von Unierten und lateinischen Katholiken. 1945 kamen die unierten Gemeinden in den Regionen jenseits der Karpathen durch die politischen Umgestaltungen zur Sowjetunion und wurden dort wie die ukrainischen und ruthenischen Unierten der orthodoxen Kirche angeschlossen. In der CSSR blieb die Diözese von Presov erhalten. Erkennbar sind die Ruthenen in der Slowakei heute nur noch in jenen Dörfern, in denen die kirchenslawische Liturgiesprache gepflegt wird.

1950 wurde aber auch in Presov der Druck der Kommunisten so groß, dass man die Union mit Rom kündigte und sich freiwillig der orthodoxen Landeskirche unterstellte, die innerhalb des orthodoxen Moskauer Patriarchates autonom war. 1968 brachte es der Prager Frühling mit sich, dass man diese Zwangsverbindung wieder aufgab und erhalten konnte. So existierte seit 1969 zwar in der CSSR eine Unionskirche, nicht aber in der Sowjetunion.

Überraschend problemlos erfolgte ab 1990 die Rückerstattung der beschlagnahmten Besitzungen der Unierten, weil der slowakische Staat offenbar in den wenigen Unierten eine Art versteckter Nationalkirche sah.

Derzeit gibt es in der Slowakei zwei Bistümer der slowakisch-katholischen Kirche - die Eparchie von Presov und das Exarchat von Kosice. Es wird eine neue kirchenrechtliche Ordnung des byzantinischen Ritus in der Slowakei erwartet. Dzt. gibt es zwei Oberhäupter: den Bischof von Presov und den Bischof von Kosice.

Das Apostolische Exarchat von Kosice (Kaschau) wurde am 21. Februar 1997 gegründet. Zum Kaschauer Exarchat (Bistum) gehören Katholiken des byzantinischen Ritus, die im Kaschauer Bezirk (Kosice) wohnhaft sind. Der Rest der Slowakei gehört zur Presover Eparchie.

- Geschichte der Griechisch-Katholischen Kirche in der Slowakei