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Damian Hungs

Lyoneser Ritus

Der Ritus stammt in seinem Ursprung aus der Antike und hat viele Phasen der Entwicklung durchlaufen. Weitgehend dem Römischen Ritus gleich, besitzt er jedoch eine unterschiedliche und weiter gefächerte Skala der liturgischen Farben und zahlreiche eigene ausdeutende Riten.

Der Kelch wurde bereits vor der eigentlichen Liturgie bereitet, jedoch mit einem relativ großen Volumen an Gebeten. Für das Eingießen des Wassers in den Wein, gibt es ein eigenes Gebet, welches sich sonst in keiner anderen Liturgie findet. Während des Offertoriums, beim Enthüllen des Kelches spricht der Priester dann den Psalm 115 und nach der Händewaschung folgt noch eine kurze Anrufung des Heiligen Geistes.

Auffällig wird der eigene Gestus beim Vaterunser. Bei den Worten "im Himmel" erhebt er Kelch und Hostie kurz, anschließend werden sie mit dem Corporale bedeckt, welches eine entsprechende Länge aufweist.

Von Interesse ist auch der Altar, der immer freistehend und von Chorschranken umgeben war. Wie in der byzantinischen Liturgie, so gab es drei Eingänge. Hiervon war der mittlere Eingang alleine dem Zelebranten vorbehalten, die beiden übrigen den anderen Klerikern. Bei feierlichen Hochämtern waren bis zu je sieben Diakonen, Subdiakonen und Akolythen vorgesehen. Auch gab es bei Pontifikalämtern bis zu sechs Konzelebranten in Kaseln, welche jedoch lediglich "Beisitzer" waren.

Der Lyoneser Ritus liegt heute in einer überarbeiteten Form wieder vor und kann in der Diözese Lyon verwendet werden.

- Aufnahme des Vaterunser und der Brotbrechung (2 Minuten)

 

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